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Gute Nachrichten! Unterricht im Kongo wiederaufgenommen

Inmitten all der Schlagzeilen im Zusammenhang mit COVID-19 freuen wir uns über einen Silberstreif am Horizont: Wir nehmen unseren persönlichen Unterricht in der Demokratischen Republik Kongo wieder auf! 

Als erstes Projektland können wir hier wieder Trainings für die Frauen durchführen und ihnen wichtige Gesundheitsinformationen nun auch persönlich vermitteln. Wir treffen weitreichende Vorkehrungen, um die Sicherheit der Frauen und unseres Teams sicherzustellen. Dazu gehört neben dem Training im Freien das Tragen von Masken sowie die Bereitstellung sanitärer Mittel zum regelmäßigen Händewaschen.

Unser Team im Kongo ist erfahren im Umgang mit Infektionskrankheiten aufgrund der vergangenen und bestehenden Ebola-Bedrohung in der Region. Unsere Ausbildungseinrichtungen sind vielseitig vorbereitet, sie können regelmäßig Fieber messen und gründliche Reinigungen durchführen. Masken werden für alle Menschen vor Ort vorgeschrieben sein, und alle Mitarbeiter und Teilnehmer werden gebeten, soziale Distanz zu bewahren.

Unser Unterricht in der DRK wurde wieder aufgenommen.
Unser Unterricht in der DRK wurde wieder aufgenommen.

Bei Ausbrüchen von Krankheiten stehen Frauen oft an vorderster Front, um ihre Gemeinschaften und Familien zu schützen und pflegen. Dies gefährdet sie in besonderem Maße für eine Ansteckung, gibt ihnen aber auch die Möglichkeit gibt, eine Führungsrolle zu übernehmen. In der Demokratischen Republik Kongo sahen wir, wie Frauen aus unserem Programm die Fähigkeiten, die sie in Schulungen erlernt hatten, für die Herstellung von Seife und Masken nutzten.

COVID-19 in der Demokratischen Republik Kongo

In einem Land wie der Demokratischen Republik Kongo, das mit extremer Armut konfrontiert ist, sind Hausbesuche und „Bleibt Zuhause“-Aufrufe ein Luxus, den sich die meisten Menschen nicht leisten können. Ihr Leben und ihr Lebensunterhalt hängen buchstäblich von den täglichen Verkäufen auf den Märkten ab. Dazu gehört der tägliche persönliche Umgang miteinander.

Marie Clarke, WfWI-Vizepräsidentin für globale Programme

Mit dem Anstieg des Hungerrisikos steigen auch die Lebensmittelpreise und die Raten von Diebstahl und Entführungen. In einem Gespräch mit unserem Team sagte die Programmteilnehmerin Barasumerwa: „Die größte Herausforderung besteht darin, wie ich meine Kinder im Lichte meiner geringeren Mobilität und gesunkenen Einkünfte weiterhin ernähren kann.“

Die Wiederaufnahme der persönlichen Schulungen ermöglicht es uns, kongolesische Frauen auf vielfältige Weise zu unterstützen. „Dies ist eine Gelegenheit für uns, nicht nur wertvolles Gesundheitsbewusstsein zu vermitteln, und wie man Gewalt und Konflikte im häuslichen Bereich deeskaliert“, sagte Marie, „sondern wir werden auch in der Lage sein, den Gemeinschaftssinn wieder aufzubauen, diese Bindung, die in unserem Programm entsteht, die so einzigartig und wichtig für die Frauen ist.“

Ich habe traditionelle kurdische Kleidung für meine Kinder genäht, als sie rausgehen und in einem Garten in der Nähe meines Hauses spielen wollten. Also habe ich mich dazu entschieden, ihnen Masken zu nähen.

Hasiba, Women for Women International, Irak
Der Unterricht findet unter strengen Hygienevorschriften statt.
Der Unterricht findet unter strengen Hygienevorschriften statt.

Bereitschaft für plötzliche Änderungen

So sehr wir uns über die Wiederaufnahme des Unterrichts freuen, berücksichtigen wir stets tagesaktuelle Änderungen der Regularien und Sicherheitsbestimmungen aufgrund einer möglichen zweiten Welle des Virus. Unser Team arbeitet eng mit der lokalen Regierung zusammen, um an der Reaktion auf die COVID-19-Krise mitzuwirken. Als Teil dieser Reaktion unterstützten wir Frauen weiterhin auf innovative Weise, z.B. durch Radiosendungen, um die Öffentlichkeit aufzuklären, und durch Telefonketten, um den Kontakt mit den Frauen aufrechtzuerhalten. Die Wiederaufnahme persönlicher Schulungen (mit zwei Metern Abstand) ist sowohl eine willkommene Rückkehr als auch ein wichtiger Teil der Krisenreaktion. Die Lehren aus der Wiederaufnahme im Kongo werden uns helfen, wenn es an der Zeit ist, die Schulungen mit unseren anderen Programmen wieder aufzunehmen. 

Frauen als Hoffnungsträger

Die Freundschaften und Netzwerke, die aus unserem Unterricht entstanden, halfen den Frauen dabei, Informationen zu verbreiten und sich gegenseitig vor Gewalt zu schützen. Wir freuen uns, dass wir die Gemeinschaft der Frauen wieder zusammenbringen konnten!

Frauen tragen nach wie vor unser aller Hoffnung für eine gerechte und friedliche Zukunft, und wir sind stolz darauf, mit unseren Programmen in diese Hoffnung zu investieren.

Wir werden Sie weiterhin über Anpassungen in unseren Projektländern auf dem Laufenden halten.