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Wir lassen 2020 Revue passieren

Caroline Kent, Direktorin von Women for Women International Deutschland, blickt in diesem Beitrag auf ein erfolgreiches Jahr zurück - auch wenn nichts mehr so zu sein scheint, wie es einmal war. 

Mein Name ist Caroline Kent, ich bin die Leiterin von Women for Women International Deutschland. Wir unterstützen Frauen in Kriegsländern dabei, sich ein selbstbestimmtes Leben aufzubauen.

Zum Ende des Jahres möchte ich Ihnen einen guten Rutsch wünschen und mich bedanken für die ganze Unterstützung, die wir bei Women for Women International Deutschland erfahren haben. Trotz der Coronapandemie haben wir eine unglaubliche Welle an Solidarität erlebt - die wieder einmal gezeigt hat, dass uns so viel mehr verbindet, als uns trennt. Obwohl wir zahlreiche Events absagen mussten, haben wir innovative Wege gefunden, die Frauen in unseren Projektländern auch während der Pandemie zu erreichen. 

Zuallererst bedanke ich mich bei unseren Sponsorinnen und Sponsoren, die durch ihre anhaltende Unterstützung einer Sister in einem Krisengebiet zu einem neuen Leben verhelfen. Ganz besonders möchte ich mich bei den Frauen und Männer bedanken, die ihrer Sister geschrieben haben und ihr Mut gemacht haben – gerade in diesem herausfordernden Jahr waren diese Botschaften der Solidarität essenziell.

Wir haben so viele großzügige Spenden erhalten. Ob sie 20 Euro oder 10,000 € gespendet haben – vielen Dank! Durch ihre finanzielle Unterstützung konnten wir zum Beispiel Hygiene Sets in einigen unserer Projektländer verteilen, wie zum Beispiel in Afghanistan. Damit haben Sie einen Teil dazu beigetragen, die pandemiebedingten Schwierigkeiten der Frauen zu lindern.

Wir konnten auch schon unsere ersten Förderungen durch Stiftungen gewinnen, wofür ich sehr dankbar bin. Zum Beispiel hat die Lux Stiftung ein Projekt in Bosnien und Herzegowina unterstützt, wo Frauen Früchte einmachen, um diese auf den Märkten zu verkaufen und ein Einkommen zu verdienen.

Ein Highlight in diesem Jahr war ohne Frage unser Virtual Pop Up Sale. Wir haben insgesamt 28,000 Euro für unsere Arbeit eingenommen und ein tolles Event auf die Beine gestellt. Dies wäre alles nicht möglich gewesen ohne die fantastische Unterstützung unserer Hosts Bianca Lang Bognar, Anita Tillmann und Veronika Heilbrunner.  Diese unglaublichen Frauen haben innerhalb weniger Wochen so viele tolle Designerinnen und prominente Unterstützerinnen zusammengetrommelt, die Kleidung, Schuhe und Accessoires für unsere Versteigerung zur Verfügung gestellt haben.

Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, mich bei allen Designerinnen, Stylistinnen, Journalistinnen, Influencerinnen zu bedanken für diese tolle Unterstützung. Und natürlich bei allen, die etwas gekauft haben. Ein ganz besonderer Dank geht an Claire und Miriam von Fake PR, die mit ihrer großartigen Unterstützung dafür gesorgt haben, dass so viele beim Virtual Pop Up Sale mitgemacht haben.

Wenn wir beim Thema Fashion und Beauty sind, nutze ich doch gleich die Gelegenheit, mich bei einigen besonderen Partnern zu bedanken, die ihre Kanäle genutzt haben, um unser Anliegen, Frauen in Krisengebieten ein eigenes Einkommen zu ermöglichen, zu teilen. Zum Weltfrauentag hat uns Thomas Sabo großzügig unterstützt. International haben wir außerdem Unterstützung vom Fashionlabel Ba&sh bekommen. Und die Beauty Expertinnen von Babor haben uns in ihrer Kampagne vorgestellt. Auch soviel sei für nächstes Jahr verraten: Wir freuen uns darauf, weiter mit Babor und Set Fashion zum Weltfrauentag zu arbeiten.

Wie ihr wisst sind wir noch recht neu in Deutschland und arbeiten an unserer Sichtbarkeit. Wir haben hierfür herausragende prominente Unterstützung von neuen Ambassadors bekommen, die uns ihre wertvolle Zeit und ihre Plattformen zur Verfügung stellen. Deshalb hier ein ganz herzliches Dankeschön an Veronika Heilbrunner, Clarissa Ward, Nadja Swarowski, Alex Eagle und Alina und Andi von Frida Gold. Wir sind so froh, euch als Unterstützerinnen zu haben.

Nicht all unsere Unterstützerinnen sind prominent. Wir haben eine ganze Reihe von Frauen und Männern, die uns als Freiwillige ihre Zeit und ihre Energie schenken. Vieles, was wir dieses Jahr erreicht haben, viele Spenden, die wir für unsere Programme für Frauen, die unter der Armutsgrenze leben und oft sozial ausgegrenzt sind, eingenommen haben, wären ohne die Unterstützung unserer Volunteers nicht möglich gewesen. Wir haben ca. 100 Frauen und Männer, die uns bei Übersetzungen zum Beispiel von Blogs und Videos helfen. Andere stellen uns ihre Netzwerke zur Verfügung. Wir haben Grafikdesignerinnen, die dafür sorgen, dass unser Auftritt so professionell wirkt.

Mit Hilfe dieser ehrenamtlichen Helferinnen schaffen wir es, die ganz besondere direkte Verbindung zwischen Patinnen und ihren Sisters durch die Übersetzung von Briefen zu gewährleisten – und Sponsorinnen über unsere Arbeit zu informieren. Und wir fangen erst gerade an. Klickt hier, wenn ihr uns unterstützen möchtet.

Foto: Schloss Bellevue
Foto: Schloss Bellevue

Wir verstehen uns als Teil einer größeren zivilgesellschaftlichen Bewegung, deshalb möchte ich hier auch kurz allen NGOs in Deutschland Danke sagen, die sich mit uns getroffen haben, uns Tipps gegeben haben, die unsere Posts und Publikationen weitergeleitet haben. Wir haben zum Beispiel in diesem Jahr ein Briefing Papier herausgegeben, das aufzeigt, wie Frauen in Krisengebieten gleich siebenfach stärker von der Pandemie betroffen sind. Wir freuen uns darauf, unser Netzwerk auszubauen und durch eine Zusammenarbeit in Zukunft viel zu erreichen.

Mein Dank gilt auch den politischen Entscheidungsträgerinnen, die uns eingeladen haben, unsere Arbeit und unser Anliegen vorzustellen. Hier möchte ich das Treffen im Schloss Bellevue mit Frau Büdenbender herauspicken. Das war bestimmt mein Highlight in diesem Jahr.

Ganz persönlich möchte ich mich bei allen Kolleginnen bei Women for Women International bedanken. Als noch sehr neues Büro in Deutschland bekommen wir sehr viel Unterstützung und Rat von den Büros in UK und den USA. Und wir wären nicht hier ohne die herausragende Arbeit von unseren Kolleginnen vor Ort in Afghanistan, im Kongo, im Irak, in Bosnien und Herzegowina, im Kosovo, in Nigeria, im Südsudan und in Ruanda. Unter teilweise sehr schwierigen Bedingungen setzen unsere Kolleginnen das um, worum es uns allen geht, nämlich Frauen, die einen Krieg oder Konflikt erfahren haben, die Ressourcen an die Hand zu geben, damit sie sich ein eigenständiges Leben aufbauen können, ihre Rechte kennen, ihre Gesundheit verbessern  und Geld verdienen und sparen können.

So und last but definitiv not least möchte ich ganz persönlich acht ganz besondere Frauen danken für Ihre Zeit, Ihre Herzlichkeit, ihren Support, und ihre Freundschaft, die mich durch ein nicht ganz konventionelles Jahr gebracht hat. Und damit keine Missverständnisse entstehen, in alphabetischer Reihenfolge:

Vielen Dank an Andrea, Anja, Brita, Caro, Laurie, Nathalie, Preeti, Negar und Vanessa – ein besseres Board und bessere Kolleginnen kann man sich nicht wünschen.

Uns allen wünsche ich ein tolles, gesundes neues Jahr – rutscht gut rein!

Abschließen möchte ich meinen Dank mit den Worten von Bafrin, einer unserer Sisters im Irak. Ihre Worte haben mir in diesem Jahr Hoffnung geschenkt und geben mir Kraft für ein neues Jahr 2021!

Ich habe Vieles durch dieses Programm gelernt, doch das Wichtigste war vermutlich, in schwierigen Zeiten stark zu bleiben.

Bafrin, Programmteilnehmerin Women for Women International - Irak

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