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WOMEN FOR WOMEN INTERNATIONAL ABSOLVENTINNEN TREFFEN FIRST LADY RULA GHANI IN AFGHANISTAN

Die Absolventen unseres Programms treffen sich mit First Lady Rula Ghani. Foto: Women for Women International

WOMEN FOR WOMEN INTERNATIONAL ABSOLVENTINNEN TREFFEN FIRST LADY RULA GHANI IN AFGHANISTAN

Women for Women International Afghanistan, 15. Oktober 2018 Wir sind stolz darauf, dass eine Gruppe unserer afghanischen Programmabsolventinnen ein persönliches Treffen mit der First Lady Afghanistans, Rula Ghani, vereinbaren konnte. Unsere Absolventinnen nutzten die in unserem Change Agents-Programm erworbenen Fähigkeiten und arbeiteten mit Women for Women International - Afghanistan und dem afghanischen Frauennetzwerk zusammen, um eine Gelegenheit zu schaffen, sich für die Rechte und Möglichkeiten ihrer Schwestern im ländlichen Afghanistan einzusetzen. Trotz der anhaltenden Angriffe und Unsicherheit in Afghanistan reisten sie aus mehreren abgelegenen Gemeinden an, um mit Frau Ghani über das Problem der geschlechtsspezifischen Diskriminierung und häuslicher Gewalt zu sprechen. Sie brachten ihre Besorgnis zum Ausdruck und tauschten ihre Gedanken über mögliche Lösungen aus. Eine der Change Agents aus der Provinz Kapisa namens Latifa beschrieb, wie Women for Women International Frauen dazu veranlasst hat, in ihrer Gemeinde aktiver zu werden, und dass sie selbst in der Lage war, in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsministerium ihrer Provinz eine Fortbildung für Absolventinnen von Women for Women International im Bereich des Rechnens zu organisieren. Diese Ausbildung im Rechnen ist von unschätzbarem Wert, um in marktfähige Berufe zu investieren und eine stärkere wirtschaftliche Zukunft für die Frauen und ihre Familien aufzubauen.

Der instabile Sicherheitszustand ist auf mangelnde Bildung und eine schwache Wirtschaft zurückzuführen, von der Kinder, Frauen, Familie und die gesamte Gemeinschaft betroffen sind.

 

Razima aus der Provinz Nangarhar, sprach über die Bedeutung von Sicherheit und Frieden. Sie argumentierte, dass ein Mangel an Sicherheit und Geborgenheit mit Armut und Gewalt zu Hause zusammenhängt. Sie sagte Frau Ghani, "die instabile Sicherheitslage ist auf mangelnde Bildung und eine schlechte Wirtschaft zurückzuführen, die Kinder, Frauen, Familie und die gesamte Gemeinschaft betrifft".

Eine weitere Change Agent, die aus der Provinz Parwan angereist war, setzte sich für Programme zur Einbindung von Männern und die Schaffung von Märkten für Frauen zum Verkauf ihrer Produkte ein. Sie erklärte: "Wenn man Männer ausbildet, ihre Einstellung ändert und ihnen Arbeitsmöglichkeiten bietet, wird sich das auf das Leben der Frauen auswirken.

Nesa, eine Absolventin unseres Programms aus Kabul, sprach über die lebenswichtige Notwendigkeit von Investitionen in die Schaffung von Märkten für Frauen. Sie sagte, dass viele Frauen in ihrer Gemeinde ein gutes Angebot an Produkten haben, diese aber aufgrund von Unsicherheit, Mangel an sicheren Räumen für Frauen und Armut nicht auf den lokalen Märkten verkaufen können.
 

Wome for Women International Programm-Teilnehmerinnen in Afghanistan. Foto: Millie Harvey

Zum Abschluss des Treffens sprach eine Mitarbeiterin von Women for Women International über unsere Geschichte und unsere Arbeit in Afghanistan und unser anhaltendes Engagement, afghanischen Frauen beim Wiederaufbau ihres Lebens zu helfen. Sie dankte auch den Change Agents für ihren Mut und lobte sie dafür, dass sie als mutige Stimmen für andere Frauen in ihren Gemeinden fungierten.

Dieser Blog wurde mit Unterstützung von Women for Women International - Afghanistan-MitarbeiterInnen geschrieben, die aus Sicherheitsgründen nicht genannt werden.

ÜBER DIE CHANGE AGENTS

Unser Change-Agent-Programm bietet ausgewählten Absolventinnen unseres Kernprogramms Fortbildungen in den Bereichen Führung und Anwaltschaft an, um ihre Fähigkeit zu stärken, Frauenrechtsthemen in ihren Gemeinden zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Change Agents werden von ihren Kolleginnen (d.h. ihren Klassenkameradinnen im Kernprogramm) für das Programm nominiert und nach der Schulung kontinuierlich unterstützt, um ihnen bei der Umsetzung ihrer Advocacy-Aktionspläne zu helfen. Die Verbindungen zu unseren Advocacy-Partnern (z.B. AWN) sind entscheidend, um sicherzustellen, dass die Stimmen der marginalisierten Frauen, denen wir dienen, auf nationaler Ebene gehört werden, und um weitere Advocacy- und Führungsmöglichkeiten für die Change Agents zu schaffen. In Afghanistan haben wir in den letzten zwei Jahren 160 Absolventinnen und Absolventen zu Change Agents ausgebildet (weitere 80 werden im nächsten Jahr geschult).

Unsere Arbeit mit Change Agents in Afghanistan ist Teil eines fünfjährigen Projekts, das vom Programm "Funding Leadership and Opportunities for Women" (FLOW) des niederländischen Außenministeriums finanziert wird und darauf abzielt, die Selbstständigkeit marginalisierter Frauen zu stärken und Gewalt zu bekämpfen.