„Solidarität nicht kaputtsparen!“: 100.000 Unterschriften gegen Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit übergeben

Berlin, 8. September 2026
100.000 Menschen haben mit ihrer Unterschrift ein klares Zeichen gegen weitere Kürzungen bei Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe gesetzt. Am 8. September wurde die Petition „Solidarität nicht kaputtsparen! Internationale Hilfe stärken!“ von einem Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen an die Fraktionsspitzen von SPD und CDU/CSU im Deutschen Bundestag übergeben.
Unsere Geschäftsführerin Caroline Kent war gemeinsam mit zahlreichen Geschäftsführer*innen weiterer beteiligter Organisationen vor Ort, um die Forderungen des Bündnisses an Dr. Matthias Miersch, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, und Klaus Mack, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, zu überreichen.
Denn hinter den Zahlen des Bundeshaushalts stehen konkrete Lebensrealitäten. Weitere Kürzungen bei Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe treffen insbesondere Menschen in Krisenregionen – und dabei Frauen und Mädchen in besonderem Maße. Weniger Mittel bedeuten weniger Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung und Schutz vor Gewalt.
„Für uns sind Kürzungen keine Zahlen im Bundeshaushalt. Sie bedeuten für Frauen und Mädchen in Krisengebieten ganz konkrete Einschnitte: eine Gesundheitsversorgung, die nicht mehr erreichbar ist, eine Schule, die nicht mehr finanziert werden kann, oder Schutz vor Gewalt, der wegfällt. Dabei schaffen Investitionen in Entwicklungszusammenarbeit Stabilität, Perspektiven und globale Gerechtigkeit. Wer hier kürzt, verspielt dieses Potenzial und riskiert, Menschen in Krisen zurückzulassen. Gerade jetzt darf Deutschland sie nicht im Stich lassen“, sagt Caroline Kent, Geschäftsführerin Women for Women International Europe.
Die Übergabe der Unterschriften ist damit ein wichtiges Signal an die Bundesregierung und die Abgeordneten des Deutschen Bundestages: Internationale Solidarität darf den Kürzungen nicht zum Opfer fallen. Deutschland trägt als eines der wirtschaftlich stärksten Länder der Welt Verantwortung und muss diese Verantwortung gerade in Zeiten globaler Krisen wahrnehmen.
für weitere informationen und fakten rund um die folgen der kürzungen und die wirkung von entwicklungszusammenarbeit, schau dir hier das factsheet an:
Bild: Jörg Farys
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