Friedensstifterinnen, die du kennen solltest

Lerne mutige Frauen kennen, die trotz widriger Umstände Veränderungen bewirken

Frauen spielen seit Langem eine zentrale Rolle im Friedensaufbau. Oft arbeiten sie auf lokaler Ebene daran, Gemeinschaften zu heilen, Ungerechtigkeit entgegenzutreten und Gewalt zu beenden. Dennoch wurden ihre Beiträge in formellen Friedensprozessen häufig übersehen. Ob sie gewaltfreie Bewegungen anführen, sich für Menschenrechte einsetzen oder Gesellschaften nach Konflikten wieder aufbauen – Friedensstifterinnen bringen einzigartige Perspektiven und nachhaltige Lösungen für einige der komplexesten Herausforderungen unserer Welt ein. Dieser Blog beleuchtet die Arbeit inspirierender Frauen, die weltweit Friedensbemühungen geprägt haben, und erinnert uns daran, warum weibliche Führung entscheidend für die Verwirklichung eines nachhaltigen und inklusiven Friedens ist.


Rigoberta Menchú
Indigene Aktivistin aus Guatemala

Rigoberta Menchú hat ihr Leben dem Einsatz für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit gewidmet. Mit der Verleihung des Friedensnobelpreises im Jahr 1992 wurde ihr Engagement international gewürdigt. Ihr Wirken zeigt eindrucksvoll, wie der Einsatz für Gerechtigkeit die Grundlage für Frieden in Gesellschaften nach Konflikten schaffen kann.

„Ohne Gerechtigkeit gibt es keinen Frieden – und ohne Fairness keine Gerechtigkeit.“
Rigoberta Menchú

Rigoberta Menchú. Credit: Carlos Rodriguez

Ellen Johnson Sirleaf
Afrikas erste demokratisch gewählte präsidentin – führte Liberia durch den wiederaufbau nach dem bürgerkrieg

Nach zwei nahezu aufeinanderfolgenden Bürgerkriegen, die Liberia über mehr als ein Jahrzehnt hinweg zerrissen hatten, wurde Ellen Johnson Sirleaf 2005 zur Präsidentin der Republik Liberia gewählt.

Als erste demokratisch gewählte weibliche Staatschefin Afrikas spielte sie eine zentrale Rolle als eine der Führungspersönlichkeiten der Bewegung Women of Liberia Mass Action for Peace, die maßgeblich dazu beitrug, den langjährigen Konflikt zu beenden. Unter dem Spitznamen „Afrikas Eiserne Lady“ führte Präsidentin Sirleaf das Land durch eine Phase stabiler Erholung und setzte sich besonders für die Rechte von Frauen ein.

Für ihren Mut und ihr Engagement wurde Präsidentin Sirleaf 2007 mit der U.S. Presidential Medal of Freedom und 2011 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

„Diejenigen von uns, die das Privileg von Bildung und Erfahrung genießen, müssen Vorbilder für die nächste Generation von Friedensführerinnen und Friedensführern sein.“
Ellen Johnson Sirleaf

Ellen Johnson Sirleaf © Europäische Union 2013 – Europäisches Parlament

Shirin Ebadi
Iranische Menschenrechtsanwältin und Verfechterin von Demokratie sowie der Rechte von Kindern und Frauen

Shirin Ebadi ist eine iranische Anwältin und Menschenrechtsaktivistin, die seit Jahrzehnten die Rechte von Frauen, Kindern und marginalisierten Gemeinschaften verteidigt. Mit der Verleihung des Friedensnobelpreises im Jahr 2003 wurde ihr Engagement international anerkannt. Ihre Arbeit unterstreicht den untrennbaren Zusammenhang zwischen Gerechtigkeit, Menschenrechten und dauerhaftem Frieden.

„Menschenrechte sind ein universeller Maßstab und ein wesentlicher Bestandteil des Friedens für alle Zivilisationen.“
Shirin Ebadi

Shirin Ebadi. Credit: Nashirul Islam


Tawakkol Karman
Journalistin und Menschenrechtsaktivistin, maßgeblich an den Protesten des Arabischen Frühlings im Jemen beteiligt

Tawakkol Karman spielte eine zentrale Rolle bei den Protesten des Arabischen Frühlings. Ihr furchtloses Eintreten für Demokratie und Menschenrechte brachte ihr 2011 den Friedensnobelpreis ein und inspirierte Frauen in von Konflikten betroffenen Regionen weltweit.

„Wir müssen stark bleiben und uns selbst vertrauen, um eine neue, friedliche Zukunft aufzubauen.“
Tawakkol Karman

Tawakkol Karman. Credit: Nashirul Islam


Nadia Murad
Überlebende der IS-Geiselhaft, die sich für Opfer von Völkermord und sexueller Gewalt einsetzt

Nadia Murad, Überlebende der IS-Geiselhaft, ist heute eine führende Fürsprecherin für Opfer sexueller Gewalt in Konflikten. Für ihr Engagement wurde sie 2018 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Sie setzt sich dafür ein, dass Überlebende Gerechtigkeit, Verantwortung und Würde erfahren, und betont, dass Frieden ohne Gerechtigkeit nicht möglich ist.

„Wir müssen uns weiterhin dem Wiederaufbau von Gemeinschaften widmen, die durch Völkermord zerstört wurden. Überlebende verdienen einen sicheren Weg nach Hause oder eine sichere Zuflucht anderswo.“
Nadia Murad

Nadia Murad. Credit: Foreign, Commonwealth and Development Office


Wangari Maathai
Gründerin der Green Belt Movement – verbindet Umweltschutz mit Frieden und Frauenförderung

Wangari Maathai gründete die Green Belt Movement, die Umweltschutz mit der Stärkung von Frauen und sozialer Gerechtigkeit in Kenia verknüpft. Für ihr Engagement wurde sie 2004 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Sie zeigte, wie die Sorge um die Umwelt Gemeinschaften stärken und Frieden fördern kann.

„Jede*r Einzelne kann einen Unterschied machen… und gemeinsam bewirken wir Veränderung.“
Wangari Maathai

Wangari Maathai. Credit: Martin Rowe


Jody Williams
Mitbegründerin der Internationalen Kampagne zur Ächtung von Landminen – setzt sich für globalen Frieden und Sicherheit ein

Jody Williams gründete die Internationale Kampagne zur Ächtung von Landminen mit und machte so die weltweite Öffentlichkeit auf die verheerenden Auswirkungen von Landminen auf das Leben con Zivilist*innen aufmerksam. Für ihr unermüdliches Engagement wurde sie 1997 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Ihr Wirken zeigt, wie kontinuierlicher Aktivismus zu bedeutenden internationalen Veränderungen führen kann.

„Frieden ist keine Taube, die über einen Regenbogen fliegt – es ist eine Verantwortung, für die wir jeden Tag arbeiten müssen.“
Jody Williams

Jody Williams. Credit: UN Women/Catianne Tijerina


Leymah Gbowee
Führte eine Frauenbewegung an, die 2003 zur Beendigung des Bürgerkriegs in Liberia beitrug

Leymah Gbowee mobilisierte Frauen in Liberia über religiöse und gesellschaftliche Grenzen hinweg, um 2003 ein Ende des Bürgerkriegs herbeizuführen. Ihre Führungsrolle im gewaltfreien, basisnahen Aktivismus brachte ihr 2011 den Friedensnobelpreis ein und zeigt die transformative Kraft kollektiven Handelns von Frauen im Friedensaufbau.

„Man kann keinen dauerhaften Frieden verhandeln, ohne Frauen in die Bemühungen einzubeziehen.“
Leymah Gbowee

Leymah Gbowee. Credit: Ulisses Dumas

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