Geschichten der Stärke in der Vertreibung: Stimmen von Frauen aus Al-Gadaref, Sudan

Der Bundesstaat Al-Gadaref im Osten des Sudan ist zu einem Hauptziel für Menschen geworden, die durch Konflikte vertrieben wurden – insbesondere für Frauen und Kinder.

Obwohl die Region im Vergleich zu anderen Teilen des Landes relativ stabil ist, fehlt es an grundlegenden Dienstleistungen und sozioökonomischer Infrastruktur. Vertriebene Menschen snd gezwungen sich in Lagern, Gemeinschaftsunterkünften und bei Gastgemeinden anzusiedeln.

Sozial und psychologisch stehen vertriebene Frauen vor erheblichen Herausforderungen, sich in neuen Gemeinschaften zu integrieren und sich in unbekannten kulturellen Umgebungen zurechtzufinden. Viele haben direkte oder indirekte Gewalt erlebt, was zu erhöhten Raten von Angst, Depression und traumabedingtem Stress beiträgt. Das begrenzte Vertrauen in formelle Unterstützungssysteme verstärkt ihre Isolation zusätzlich.

Sudanesische Frauen haben während des gesamten Konflikts entscheidende Rollen übernommen – als Betreuerinnen, Menschenrechtsverteidigerinnen, Anwältinnen, Dienstleisterinnen, Gemeindeführerinnen und Überlebende. Dennoch bleiben ihre Erfahrungen und Beiträge in offiziellen Darstellungen der Krise oft unterrepräsentiert, da diese meist militärische und politische Narrative in den Vordergrund stellen.

Unser Report zeigt sieben eindrucksvolle Geschichten von Frauen, die in Al-Gadaref vertrieben wurden, und möchte die geschlechtsspezifischen Auswirkungen des Konflikts aufzeigen, gleichzeitig aber auch die Widerstandskraft und den Lebenswillen der Frauen darstellen, weiterzumachen und präsent zu sein.

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