Unsere Reaktion auf den Ebola-Ausbruch in der DRK

Ein tödlicher Ebola-Stamm breitet sich in der Demokratischen Republik Kongo (DRC) und in Uganda aus. Mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Unterstützung von Frauen und ihren Familien in der DRC sind wir eine verlässliche Informations- und Hilfsquelle in Krisenzeiten. Unsere Teams arbeiten schnell daran, Gesundheitsinformationen zu verbreiten, dringend benötigte Hilfe bereitzustellen und Leben zu retten.

Die aktuelle Lage


Anfang Mai identifizierte ein Krankenhaus in einer ländlichen Region im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo eine Häufung schwerer Erkrankungen unter medizinischem Personal. Aufgrund einer Kombination aus anhaltendem Konflikt, instabilen Gesundheitssystemen und weitreichenden Kürzungen internationaler Hilfsgelder dauerte die Identifizierung der Erkrankungen als Ebola mehrere Wochen länger als üblich.

Die Weltgesundheitsorganisation hat dies nun als öffentliche Gesundheitsnotlage von internationaler Bedeutung erklärt – die höchste globale Gesundheitswarnstufe.

Die DRK erlebt ihren 17. Ebola-Ausbruch, doch der Bundibugyo-Stamm – der seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr aufgetreten ist – ist besonders besorgniserregend, da es keinen Impfstoff gibt, der seine Ausbreitung eindämmt.

Die Eindämmung dieses Ausbruchs hängt vollständig davon ab, Fälle schnell zu identifizieren, Erkrankte zu isolieren und Hygienemaßnahmen zu stärken.

Frauen erhalten im Schulungsprogramm von WfWI Berufsausbildung zur Seifenherstellung. Credit: WfWI


Neben einer großen Infektionshäufung im Nordosten des Landes wurden nun die ersten Fälle in Bukavu gemeldet, wo sich unser Hauptbüro und Schulungszentrum befindet. Wir befürchten, dass sich die Infektionen bald auf unseren zweiten Standort in Uvira ausbreiten werden.

Wir mobilisieren unser Personal und unsere Teilnehmerinnen in der DRK, um auf diese Krise zu reagieren. Unsere Ebola-Reaktion im Jahr 2019 umfasste unter anderem:

  • Frauen beibringen, wie sie Ebola-Symptome erkennen
  • Aufklärung der Gemeinschaft über effektive Hygienemaßnahmen
  • Verteilung von Hygienesets mit Handschuhen, Wasser, Chlor und Seife

🚨 Du kannst diese Maßnahmen heute ÜBER UNSERE Nothilfe unterstützen >>

Besondere Risiken für Frauen und Mädchen


Als Hauptverantwortliche für Familie und Gemeinschaft sind Frauen Ebola am stärksten ausgesetzt – diesmal ist es nicht anders:

  • In der DRK waren bisher die meisten Fälle bei Menschen zwischen 20 und 39 Jahren, zwei Drittel davon Frauen.
  • In früheren Ebola-Ausbrüchen konnten Schwangere oft nicht die notwendige Versorgung erhalten, da Gesundheitseinrichtungen überlastet waren. Schwangere mit Ebola haben ein höheres Risiko für Fehlgeburten und schwangerschaftsbedingte Blutungen.
  • Die Risiken gehen über die Infektion hinaus. Frauen und Mädchen sind oft für die Beschaffung von Wasser und Vorräten verantwortlich – entscheidend für Hygiene und Prävention. Lange, allein zurückgelegte Wege zu Wasserstellen machen sie anfällig für sexualisierte Gewalt. Ausbeutung und häusliche Gewalt nehmen während Ausbrüchen zu.

Gemeinde stärken und vorbereiten


Women for Women International arbeitet an der Schnittstelle von Frauen und Konflikt. Unsere Trainerinnen stammen aus denselben Gemeinden, teilen Kultur, Hintergrund und Sorgen der Frauen.

Mit über 22 Jahren vertrauensvoller Arbeit in der DRK ist die Gemeinschaft auf unsere Unterstützung angewiesen – dieses Vertrauen ist entscheidend.

Ebola kann Misstrauen schüren, Gemeinschaften schwächen und das Vertrauen in Unterstützende zerstören. Wir arbeiten regelmäßig mit Frauen, um sie über Gesundheit und Hygiene aufzuklären, präventive Maßnahmen zu vermitteln und ein Frühwarnsystem zu entwickeln.

Unsere ganzheitliche Vorgehensweise:

Frauen und Familien schützen

  • Hygienesets an 2.700 Frauen in unseren Programmen verteilen (Masken, Handschuhe, Seife, Chlor, Sprühflaschen, Fußpedal-Eimer)

Reaktion an vorderster Front stärken

  • Schulung und Einsatz von Gesundheitspersonal in gefährdeten Gemeinden

Gemeindeschutz ausweiten

  • Schutzkleidung bereitstellen und Hygiene-Stationen in Uvira und Bukavu installieren

Verlässliche Informationen verbreiten

  • Aufklärungskampagnen über Radio, Poster, Theatergruppen, öffentliche Treffen u.v.m.

🚨 Du kannst helfen, die Ausbreitung von Ebola zu verhindern. Spende heute und rette Leben.

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