Women for Women International schließt sein Länderbüro in Afghanistan

Women for Women International hat die schwierige Entscheidung getroffen, sein Länderbüro zu schließen und die direkte Programmdurchführung in Afghanistan einzustellen.

In unserer fast 25-jährigen Geschichte in diesem Land seit 2002 hat unser Afghanistan-Team über 140.000 Frauen und junge Mädchen in mehreren Provinzen erreicht und ihnen die Mittel, das Wissen und die Ressourcen an die Hand gegeben, um ihr Leben neu aufzubauen und ihre Familien zu versorgen. Unser Programm erreichte zudem über 6.500 Männer in denselben Gemeinden. Während unsere Teams direkte Hilfsmaßnahmen für einige der am stärksten gefährdeten Frauen und Haushalte durchführten, hatten wir zudem das Privileg, zahlreiche nationale und lokale Nichtregierungsorganisationen finanziell und technisch zu unterstützen.

Angesichts der enormen Herausforderungen, denen die afghanische Bevölkerung und insbesondere Frauen und Mädchen gegenüberstehen, war es unsere Absicht, unsere Präsenz durch direkte Gesundheits- und Existenzsicherungsprogramme in Afghanistan aufrechtzuerhalten und gleichzeitig unsere Unterstützung für lokale Partner zu verstärken.

Trotz unserer anhaltenden Bemühungen, einen Weg zur Fortsetzung unserer direkten Maßnahmen zu finden, sind die dafür erforderlichen Bedingungen nicht mehr gegeben. Da wir an die Grenzen unserer Möglichkeiten gestoßen sind, unsere Büros und Programme im Land sicher aufrechtzuerhalten, arbeiten wir daran, auf ein Modell der Unterstützung lokaler Partner umzustellen.

Wir sind ungemein stolz und dankbar für den Mut, das Engagement und die Widerstandsfähigkeit unseres Teams im Länderbüro, das so viele Herausforderungen gemeistert hat und sich dabei Tag für Tag weiterhin für die Gesundheit, das Wohlergehen und die Lebensgrundlagen tausender Frauen einsetzt. Wir sind auch unseren Spender*innen und Partner*innen zutiefst dankbar, deren Solidarität und Unterstützung diese Arbeit über die Jahre hinweg ermöglicht haben.

Vor allem aber setzen wir uns weiterhin für die Frauen und Mädchen in Afghanistan ein und dafür, dass unsere globale Gemeinschaft solidarisch mit ihnen steht, auf ihre Bedürfnisse eingeht, ihre Stärke würdigt und ihren Stimmen Gehör verschafft.




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