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Afghanistan: Unsere Arbeit geht weiter

Die Unterstützung afghanischer Frauen wirkt!

Noch ist die Lage zwar weiterhin undurchsichtig, aber dennoch können wir diese Woche unsere Arbeit in Afghanistan wieder aufnehmen. Diese positive Nachricht wird davon überschattet, dass sich das Land gleichzeitig in einer neuen Notsituation befindet.   

Die internationalen Hilfsgelder wurden eingefroren, und das Land steht am Rande eines wirtschaftlichen Zusammenbruchs: Die Banken haben kein Bargeld mehr, Gehälter können vielerorts nicht gezahlt werden, und es fehlt an Lebensmitteln für die Menschen, um den Winter zu überstehen.

Hinsichtlich der konfliktreichen und fragilen Gegebenheiten, unter denen wir seit über 20 Jahren in aller Welt arbeiten, passen wir bei Women for Women International unsere Programme stets an die akuten Bedürfnisse der Frauen, für die wir arbeiten, an – und damit auch an die Zwänge und Restriktionen, unter denen sie leben. Unsere Programmteilnehmerinnen in Afghanistan haben uns mitgeteilt, dass die Ernährung ihrer Familien für sie oberste Priorität hat. Deshalb stellen wir ihnen Hühner und Materialien für den Gemüseanbau zur Verfügung. Dies wird nicht nur ihre dringenden Bedürfnisse befriedigen, sondern ihnen auch helfen, sich in den kommenden Monaten ein Einkommen zu sichern. Die Frauen benötigen zudem vorwiegend finanzielle Unterstützung sowie Möglichkeiten, um miteinander in Kontakt zu treten. Deshalb suchen wir nach sicheren Wegen, um die Frauen mit Bargeld auszustatten, und stellen ihnen Mobiltelefone zur Verfügung. So können sie in der nächsten Zeit auch an virtuellen Trainings im Rahmen unseres Schulungsprogramms teilnehmen.

In einer sehr stressigen und unsicheren Zeit bieten wir den Frauen in unseren Programmen außerdem psychologische Erste-Hilfe an, in einer Kombination aus Einzel- und Gruppentelefonaten mit Frauen, die sich im kleinen Kreis treffen können. Zum ersten Mal seit August kommen so einige der Frauen persönlich zusammen – und sie berichten, dass sie sich sehr darauf freuen, sich miteinander austauschen zu können. Wir haben gelernt, dass diese Verbindungen, so klein sie auch sein mögen, besonders in diesen Zeiten einen Unterschied machen.

Gemeinsam können wir noch immer einen Unterschied machen. 

Eure anhaltende Unterstützung hilft uns, unsere Arbeit weiterzuführen. Parallel dazu appellieren wir an die internationale Gemeinschaft, die Hilfen fortzusetzen, um auf die humanitäre Krise zu reagieren.

Frauen in Afghanistan. Foto: WfWI

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