Women for Women International schließt sein Länderbüro in Afghanistan

Women for Women International hat die schwierige Entscheidung getroffen, sein Länderbüro zu schließen und die direkte Programmdurchführung in Afghanistan einzustellen.

In unserer fast 25-jährigen Geschichte in diesem Land seit 2002 hat unser Afghanistan-Team über 140.000 Frauen und junge Mädchen in mehreren Provinzen erreicht und ihnen die Mittel, das Wissen und die Ressourcen an die Hand gegeben, um ihr Leben neu aufzubauen und ihre Familien zu versorgen. Unser Programm erreichte zudem über 6.500 Männer in denselben Gemeinden. Während unsere Teams direkte Hilfsmaßnahmen für einige der am stärksten gefährdeten Frauen und Haushalte durchführten, hatten wir zudem das Privileg, zahlreiche nationale und lokale Nichtregierungsorganisationen finanziell und technisch zu unterstützen.

Angesichts der enormen Herausforderungen, denen die afghanische Bevölkerung und insbesondere Frauen und Mädchen gegenüberstehen, war es unsere Absicht, unsere Präsenz durch direkte Gesundheits- und Existenzsicherungsprogramme in Afghanistan aufrechtzuerhalten und gleichzeitig unsere Unterstützung für lokale Partner zu verstärken.

Trotz unserer anhaltenden Bemühungen, einen Weg zur Fortsetzung unserer direkten Maßnahmen zu finden, sind die dafür erforderlichen Bedingungen nicht mehr gegeben. Da wir an die Grenzen unserer Möglichkeiten gestoßen sind, unsere Büros und Programme im Land sicher aufrechtzuerhalten, arbeiten wir daran, auf ein Modell der Unterstützung lokaler Partner umzustellen.

Wir sind ungemein stolz und dankbar für den Mut, das Engagement und die Widerstandsfähigkeit unseres Teams im Länderbüro, das so viele Herausforderungen gemeistert hat und sich dabei Tag für Tag weiterhin für die Gesundheit, das Wohlergehen und die Lebensgrundlagen tausender Frauen einsetzt. Wir sind auch unseren Spender*innen und Partner*innen zutiefst dankbar, deren Solidarität und Unterstützung diese Arbeit über die Jahre hinweg ermöglicht haben.

Vor allem aber setzen wir uns weiterhin für die Frauen und Mädchen in Afghanistan ein und dafür, dass unsere globale Gemeinschaft solidarisch mit ihnen steht, auf ihre Bedürfnisse eingeht, ihre Stärke würdigt und ihren Stimmen Gehör verschafft.




Unsere Reaktion auf den Ebola-Ausbruch in der DRK

Ein tödlicher Ebola-Stamm breitet sich in der Demokratischen Republik Kongo (DRC) und in Uganda aus. Mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Unterstützung von Frauen und ihren Familien in der DRC sind wir eine verlässliche Informations- und Hilfsquelle in Krisenzeiten. Unsere Teams arbeiten schnell daran, Gesundheitsinformationen zu verbreiten, dringend benötigte Hilfe bereitzustellen und Leben zu retten.

Die aktuelle Lage


Anfang Mai identifizierte ein Krankenhaus in einer ländlichen Region im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo eine Häufung schwerer Erkrankungen unter medizinischem Personal. Aufgrund einer Kombination aus anhaltendem Konflikt, instabilen Gesundheitssystemen und weitreichenden Kürzungen internationaler Hilfsgelder dauerte die Identifizierung der Erkrankungen als Ebola mehrere Wochen länger als üblich.

Die Weltgesundheitsorganisation hat dies nun als öffentliche Gesundheitsnotlage von internationaler Bedeutung erklärt – die höchste globale Gesundheitswarnstufe.

Die DRK erlebt ihren 17. Ebola-Ausbruch, doch der Bundibugyo-Stamm – der seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr aufgetreten ist – ist besonders besorgniserregend, da es keinen Impfstoff gibt, der seine Ausbreitung eindämmt.

Die Eindämmung dieses Ausbruchs hängt vollständig davon ab, Fälle schnell zu identifizieren, Erkrankte zu isolieren und Hygienemaßnahmen zu stärken.

Frauen erhalten im Schulungsprogramm von WfWI Berufsausbildung zur Seifenherstellung. Credit: WfWI


Neben einer großen Infektionshäufung im Nordosten des Landes wurden nun die ersten Fälle in Bukavu gemeldet, wo sich unser Hauptbüro und Schulungszentrum befindet. Wir befürchten, dass sich die Infektionen bald auf unseren zweiten Standort in Uvira ausbreiten werden.

Wir mobilisieren unser Personal und unsere Teilnehmerinnen in der DRK, um auf diese Krise zu reagieren. Unsere Ebola-Reaktion im Jahr 2019 umfasste unter anderem:

  • Frauen beibringen, wie sie Ebola-Symptome erkennen
  • Aufklärung der Gemeinschaft über effektive Hygienemaßnahmen
  • Verteilung von Hygienesets mit Handschuhen, Wasser, Chlor und Seife

🚨 Du kannst diese Maßnahmen heute ÜBER UNSERE Nothilfe unterstützen >>

Besondere Risiken für Frauen und Mädchen


Als Hauptverantwortliche für Familie und Gemeinschaft sind Frauen Ebola am stärksten ausgesetzt – diesmal ist es nicht anders:

  • In der DRK waren bisher die meisten Fälle bei Menschen zwischen 20 und 39 Jahren, zwei Drittel davon Frauen.
  • In früheren Ebola-Ausbrüchen konnten Schwangere oft nicht die notwendige Versorgung erhalten, da Gesundheitseinrichtungen überlastet waren. Schwangere mit Ebola haben ein höheres Risiko für Fehlgeburten und schwangerschaftsbedingte Blutungen.
  • Die Risiken gehen über die Infektion hinaus. Frauen und Mädchen sind oft für die Beschaffung von Wasser und Vorräten verantwortlich – entscheidend für Hygiene und Prävention. Lange, allein zurückgelegte Wege zu Wasserstellen machen sie anfällig für sexualisierte Gewalt. Ausbeutung und häusliche Gewalt nehmen während Ausbrüchen zu.

Gemeinde stärken und vorbereiten


Women for Women International arbeitet an der Schnittstelle von Frauen und Konflikt. Unsere Trainerinnen stammen aus denselben Gemeinden, teilen Kultur, Hintergrund und Sorgen der Frauen.

Mit über 22 Jahren vertrauensvoller Arbeit in der DRK ist die Gemeinschaft auf unsere Unterstützung angewiesen – dieses Vertrauen ist entscheidend.

Ebola kann Misstrauen schüren, Gemeinschaften schwächen und das Vertrauen in Unterstützende zerstören. Wir arbeiten regelmäßig mit Frauen, um sie über Gesundheit und Hygiene aufzuklären, präventive Maßnahmen zu vermitteln und ein Frühwarnsystem zu entwickeln.

Unsere ganzheitliche Vorgehensweise:

Frauen und Familien schützen

  • Hygienesets an 2.700 Frauen in unseren Programmen verteilen (Masken, Handschuhe, Seife, Chlor, Sprühflaschen, Fußpedal-Eimer)

Reaktion an vorderster Front stärken

  • Schulung und Einsatz von Gesundheitspersonal in gefährdeten Gemeinden

Gemeindeschutz ausweiten

  • Schutzkleidung bereitstellen und Hygiene-Stationen in Uvira und Bukavu installieren

Verlässliche Informationen verbreiten

  • Aufklärungskampagnen über Radio, Poster, Theatergruppen, öffentliche Treffen u.v.m.

🚨 Du kannst helfen, die Ausbreitung von Ebola zu verhindern. Spende heute und rette Leben.

Women for Women International Deutschland wird künftig zu Women for Women International Europe

die Welt verändert sich – und mit ihr die Anforderungen an internationale Zusammenarbeit. Konflikte, Vertreibung und Unsicherheit nehmen weltweit zu. Gleichzeitig geraten internationale Hilfs- und Entwicklungsstrukturen zunehmend unter Druck. Gerade jetzt braucht es starke Partnerschaften und langfristige Investitionen in Frauen und Mädchen in Krisenregionen. Deshalb Entwickeln wir uns weiter:

Women for Women International Deutschland wird künftig zu Women for Women International Europe. 

Wir bauen damit auf unserer über 30-jährigen globalen und achtjährigen deutschen Erfolgsgeschichte auf und schaffen gleichzeitig eine noch stärkere europäische Community, um Frauen in Krisen gezielt zu unterstützen.

– Caroline Kent, Co-Geschäftsführerin WfWI DE/Europe

Mit dieser Veränderung wollen wir unsere Mission noch wirksamer machen: Frauen und Mädchen in Krisenregionen wie Afghanistan, Palästina oder dem Südsudan nachhaltig zu stärken, damit sie ihr Leben selbstbestimmt gestalten können. Bis heute haben wir über 616.000 Frauen und Mädchen in 17 Konfliktregionen erreicht und durch unsere Programme unterstützt. Unser Ziel ist es, neue Partnerschaften in Europa aufzubauen, unsere Unterstützung zu erweitern und gemeinsam noch mehr Frauen in konfliktbetroffenen Regionen zu erreichen.

Lasst uns in Kontakt kommen und gemeinsam für eine Welt einstehen, in der Frauen und Mädchen in Krisen in Sicherheit und Frieden leben können. Wir freuen uns auf Austausch, Kooperationen und gemeinsames Engagement!

Geschichten der Stärke in der Vertreibung: Stimmen von Frauen aus Al-Gadaref, Sudan

Der Bundesstaat Al-Gadaref im Osten des Sudan ist zu einem Hauptziel für Menschen geworden, die durch Konflikte vertrieben wurden – insbesondere für Frauen und Kinder.

Obwohl die Region im Vergleich zu anderen Teilen des Landes relativ stabil ist, fehlt es an grundlegenden Dienstleistungen und sozioökonomischer Infrastruktur. Vertriebene Menschen snd gezwungen sich in Lagern, Gemeinschaftsunterkünften und bei Gastgemeinden anzusiedeln.

Sozial und psychologisch stehen vertriebene Frauen vor erheblichen Herausforderungen, sich in neuen Gemeinschaften zu integrieren und sich in unbekannten kulturellen Umgebungen zurechtzufinden. Viele haben direkte oder indirekte Gewalt erlebt, was zu erhöhten Raten von Angst, Depression und traumabedingtem Stress beiträgt. Das begrenzte Vertrauen in formelle Unterstützungssysteme verstärkt ihre Isolation zusätzlich.

Sudanesische Frauen haben während des gesamten Konflikts entscheidende Rollen übernommen – als Betreuerinnen, Menschenrechtsverteidigerinnen, Anwältinnen, Dienstleisterinnen, Gemeindeführerinnen und Überlebende. Dennoch bleiben ihre Erfahrungen und Beiträge in offiziellen Darstellungen der Krise oft unterrepräsentiert, da diese meist militärische und politische Narrative in den Vordergrund stellen.

Unser Report zeigt sieben eindrucksvolle Geschichten von Frauen, die in Al-Gadaref vertrieben wurden, und möchte die geschlechtsspezifischen Auswirkungen des Konflikts aufzeigen, gleichzeitig aber auch die Widerstandskraft und den Lebenswillen der Frauen darstellen, weiterzumachen und präsent zu sein.

Deine dringende Unterstützung wird gebraucht!

Deine Spende hilft, Frauen, die den Krieg überlebt haben, einen sicheren Raum sowie medizinische Versorgung, einschließlich psychologischer Betreuung und gynäkologischer Untersuchungen durch Ärztinnen und Ärzte zu bieten.

Deine Spende

Stellungnahme von Women for Women International zur Krise in der Region des Nahen Ostens

05. März 2026 

Women for Women International ist eine globale, parteiunabhängige Organisation. Wir ergreifen in keinem Konflikt Partei und äußern uns nicht zu den politischen Positionen der beteiligten Parteien. Unser Auftrag ist eindeutig und unverrückbar: Frauen zu unterstützen und zu schützen, die die Traumata von Krieg, Vertreibung und Unsicherheit durchleben – wo auch immer sie sich befinden und unabhängig davon, wer das Gebiet um sie herum kontrolliert.

In Zeiten eskalierender Gewalt sind die Stimmen von Frauen oft die ersten, die zum Schweigen gebracht werden. Die Geräusche von Bomben, Drohnen und Raketen übertönen ihre Geschichten, ihre Bedürfnisse und ihre Rechte. Dabei sind es Frauen und Kinder, die die schwersten Lasten von Konflikten tragen – durch den Verlust von Familienmitgliedern, den Zusammenbruch von Lebensgrundlagen, ein erhöhtes Risiko von Gewalt und den Kollaps grundlegender Versorgungsstrukturen.

Während die Gewalt im Nahen Osten weiter eskaliert, sind wir zutiefst besorgt über die wachsenden humanitären Risiken für Frauen und ihre Familien. Wir rufen alle Konfliktparteien dazu auf, ihren Verpflichtungen nach dem humanitären Völkerrecht nachzukommen, nach dem alle Zivilistinnen und Zivilisten geschützt werden müssen und sicheren sowie rechtzeitigen Zugang zu humanitärer Hilfe erhalten sollen. Sicherer Zugang zu Nahrung, Wasser, medizinischer Versorgung und Unterkunft muss gewährleistet werden, und humanitäre Organisationen müssen ohne Behinderung arbeiten können.

Als Organisation, die seit über dreißig Jahren mit weiblichen Überlebenden in von Konflikten betroffenen Regionen arbeitet, halten wir fest an dem Grundsatz, diejenigen zu stärken, die unsere Unterstützung am dringendsten benötigen, und werden weiterhin für ihren Schutz eintreten. Wir stehen an der Seite der Frauen, deren Leben und Zukunft von Unsicherheit geprägt ist und deren Stimmen gehört werden müssen.

Unsere Arbeit und unsere Fürsprache werden weiterhin darauf ausgerichtet sein, sicherzustellen, dass Frauen Konflikte nicht nur überleben, sondern auch die Möglichkeit haben, ihr Leben mit Würde, Sicherheit und Hoffnung wieder aufzubauen.

Ein Jahr danach: Syriens Frauen zahlen weiterhin den Preis für Assads Herrschaft

Von Muzna Aljundi, Leiterin des Women-Now-Zentrums in Idlib

Es ist ein Jahr vergangen, seit das Assad-Regime gestürzt wurde. Doch für viele Frauen in Syrien bedeutete der Fall eines Diktators noch längst nicht den Aufstieg zu Freiheit und Gleichberechtigung.

Frauen wurden – genau wie Männer – ohne jeden Grund von Assads brutalem Sicherheitsapparat festgenommen und gefoltert. Als die revolutionären Kämpfer Tausende Menschen aus den Gefängnissen des Regimes befreiten, wurden die männlichen Gefangenen als nationale Helden gefeiert. Für Frauen jedoch sieht die Realität anders aus.

Wann immer eine Frau aus der Haft entlassen wurde, lautete die erste Frage nicht: „Wie geht es dir?“ – sondern: „Hat dich jemand angefasst? Wurdest du sexuell missbraucht?“ In vielen unserer Gemeinschaften sind Scham und Stigmatisierung gegenüber Überlebenden sexualisierter Gewalt so tief verwurzelt, dass sie extreme Reaktionen hervorrufen – und das Trauma der ehemaligen Gefangenen noch verstärken.

Ich kenne Familien, die Frauen nach ihrer Entlassung aus der Haft nicht wieder aufgenommen haben – und andere, die sie zwar aufgenommen haben, sie aber unter Hausarrest stellten. Einige Frauen wurden zur Ehe gezwungen, um die „Schande abzuwaschen“. In vielen Fällen wurden Frauen sogar von ihren eigenen Kindern getrennt. Frauen wurden zudem von beruflichen Möglichkeiten ausgeschlossen – allein deshalb, weil sie von Assad inhaftiert worden waren.

Warum sollte ein Mann die Freiheit dieses neuen Syriens auf eine Weise erleben dürfen, während eine Frau für immer mit dem Stigma der Haft gebrandmarkt wird – für etwas, dessen sie nie schuldig war? Die Wahrheit ist: Unsere Gesellschaft akzeptiert überlebende Frauen einfach nicht. Keine einzige Überlebende, der wir begegnet sind, sagte, dass jemand sie gefragt hätte: „Wie geht es dir jetzt?“ Aber wir tun es. Wir stellen diese Frage.

Women Now for Development arbeitet seit Jahren in Syrien, gemeinsam mit unseren Partnern von Women for Women International, die in Zeiten von Erfolg und Freude ebenso an unserer Seite standen wie in Momenten von Trauer und Krise. Gemeinsam haben wir hunderte überlebende Frauen unterstützt – und tun dies bis heute. Nach Jahren im Untergrund fühlt es sich gut an, nun offen in unseren Zentren in Idlib und Damaskus arbeiten zu können.

Durch unsere Partnerschaft mit Women for Women International helfen wir Überlebenden dabei, ihr Leben nach unvorstellbaren Traumata wieder aufzubauen – mit psychosozialer Unterstützung, wirtschaftlichen Fähigkeiten und Trainings sowie sicheren Räumen für Heilung.

In dem neuen Syrien, das wir gemeinsam aufbauen, hoffe ich von Herzen, dass unsere Gesellschaft das Konzept des Stigmas ablegt – ein Konzept, das weder moralisch noch legitim ist. Ich hoffe außerdem, dass Frauen, die die Grausamkeit des früheren Regimes überlebt haben, mit der neuen Regierung die Möglichkeiten, Arbeitsplätze und Räume erhalten, die ihnen zustehen. Sie sollten aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, sodass sie – gemeinsam mit allen syrischen Menschen in ihrer Vielfalt – ihre Menschenrechte genießen und in Würde und Sicherheit leben können.

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Women for Women International begrüßt Thelma Ekiyor als neue internationale CEO

21. Oktober 2025  

Wir freuen uns sehr, die Ernennung von Thelma Ekiyor zur neuen internationalen CEO von Women for Women International bekanntzugeben.

Die Vorsitzende des globalen Vorstands von Women for Women International, Nunu Ntshingila, sagte:
„Unter einer Auswahl brillanter Kandidat*innen leuchteten Thelma Ekiyors Erfahrung, Talent und Führungsstärke besonders hervor. Ihr tiefes Engagement, in Frauen zu investieren und sie dabei zu unterstützen, ihr Leben und ihre Gemeinschaften zu transformieren, war klar erkennbar. Wir sind unseren Vorstandsmitglieder*innen sehr dankbar, dass sie an einem umfangreichen Auswahlverfahren teilgenommen haben, und unserer Kollegin Marie Clarke, die die Organisation in den vergangenen neun Monaten mit großem Einsatz als kommissarische Geschäftsführerin geleitet hat.“

Frau Ekiyor bringt 25 Jahre Berufserfahrung in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit mit und blickt auf eine preisgekrönte Karriere zurück, die sich dem wirtschaftlichen Empowerment von Frauen und dem sozialen Unternehmerinnentum widmet. Bevor sie zu WfWI kam, hatte Frau Ekiyor in ihrer Rolle als erfahrene Führungspersönlichkeit wegweisende Positionen inne oder leitete mehrere innovative Organisationen – darunter als Vorsitzende des Nigeria Office for Philanthropy and Impact Investing, angesiedelt im Büro des Vizepräsidenten von Nigeria; SME.NG, wo sie das größte Accelerator-Programm für Frauen in Nigeria mitbegründete; Afrigrants, das Mikrofinanzierungen für frauengeführte Kleinstunternehmen bereitstellt; die TY Danjuma Foundation sowie das West African Civil Society Institute (WACSI) in Ghana.

Im Laufe ihrer Karriere arbeitete Frau Ekiyor mit dem Privatsektor, Regierungen, der Zivilgesellschaft, den Medien, Philanthrop*innen und Impact-Investor*innen zusammen, förderte Innovationen und baute erfolgreiche Koalitionen auf. Als Nigerianerin mit Wohnsitz im Vereinigten Königreich war sie die treibende Kraft hinter zahlreichen sektorübergreifenden Netzwerken und internationalen Partnerschaften. Sie war Mitglied des International Advisory Board des Global Centre on Responsibility to Protect (R2P) in New York und ist Mitbegründerin und Co-Vorsitzende von Women in Philanthropy & Impact (WIPIA), das weibliche Führungskräfte aus Afrika im Bereich Philanthropie und Impact weltweit unterstützt.

„Ich brenne dafür, in Frauen zu investieren und Möglichkeiten zu schaffen, die soziale Wirkung fördern. Die Mission von Women for Women International, Frauen, die Krieg überlebt haben, sowie frauengeführte Unternehmen zu unterstützen, liegt mir sehr am Herzen, und ich freue mich, Teil eines Teams zu sein, das dafür arbeitet, dass jede Frau ihre Kraft erkennt und ihr volles Potenzial entfalten kann.

—Thelma Ekiyor, Internationale CEO, Women for Women International

Frau Ekiyor übernimmt die Leitung der Organisation in einer Zeit großer Veränderungen und Unsicherheiten im globalen Entwicklungssektor. Ihr umfassender Erfahrungsschatz und ihre Fähigkeiten werden für Women for Women International von unschätzbarem Wert sein und wir freuen uns, gemeinsam ein neues Kapitel zu beginnen.

UN stellt Völkermord in Gaza fest

23. September 2025  

In der vergangenen Woche hat die UN-Untersuchungskommission ein eindeutiges Urteil gefällt: Israel verübt Völkermord in Gaza

Women for Women International ist zutiefst alarmiert über die Feststellung der UN-Kommission, dass Israel in Gaza Völkermord begeht – eine Einschätzung, die bestätigt, was Frauen und unsere Partner*innen in Palästina uns seit Monaten mitteilen. 

Die Kommission kam zu dem Schluss, dass vier der fünf in der Völkermordkonvention von 1948 definierten Handlungen in Gaza ausgeführt wurden: 

  • Tötung, 
  • Verursachung schwerer körperlicher oder psychischer Schäden, 
  • vorsätzliche Lebensbedingungen, die auf Zerstörung abzielen, 
  • sowie Maßnahmen zur Geburtenverhinderung. 

Dieser Bericht ist die stärkste und zugleich autoritativste Stellungnahme der UN bisher – und eine vernichtende Anklage gegen das Versagen der internationalen Gemeinschaft, Gräueltaten in Echtzeit zu verhindern. 

Die Schlussfolgerung der Kommission spiegelt die tägliche Realität der Menschen in Gaza wider, insbesondere von Frauen und Mädchen. In den letzten zwei Jahren wurden über 65.000 Palästinenser*innen in Gaza getötet, und viele weitere gelten als vermisst. Die überlebenden Frauen, mit denen wir in Partnerschaft mit lokalen Frauenrechtsorganisationen arbeiten, berichten, wie Konflikt und Vertreibung jeden Aspekt ihres Lebens verändert haben. 

Mütter laufen stundenlang mit hungrigen, barfüßigen Kindern, nur um in überfüllten Lagern ohne sauberes Wasser, Schutz oder medizinische Hilfe anzukommen. Mit zerstörten Krankenhäusern und blockierter Lebensmittelversorgung müssen schwangere Frauen in Zelten ohne medizinische Unterstützung gebären – unter Lebensgefahr für sich und ihre Neugeborenen. Jugendliche Mädchen sind in unsicheren Lagern Hunger, Ausbeutung und geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt. Fast eine halbe Million vertriebener Kinder – viele davon Mädchen – wurden ihrer Bildung, Sicherheit und Stabilität beraubt, was den Grundstein für lebenslanges Trauma legt. 

Diese persönlichen Berichte spiegeln die Ergebnisse unserer globalen Konsultation „From Asking to Action“ (2024) wider, an der 422 palästinensische Frauen und Frauenrechtsorganisationen aus Gaza und dem Westjordanland beteiligt waren. Die Resultate offenbaren deutliche geschlechtsspezifische Auswirkungen: 

  • 62 % der Frauen nannten Konflikt und Gewalt als Hauptursache für Vertreibung in ihren Gemeinden 
  • 62 % berichteten von Zwangsräumungen und Landenteignungen 
  • 85 % der Gemeinden gaben an, dass Kinderehen als Bewältigungsmechanismus angesichts eskalierender Konflikte und militärischer Präsenz auftreten 

Als wir im August 2024 im Rahmen von „From Asking to Action“ nach ihren Hoffnungen für die Zukunft fragten, äußerten die palästinensischen Frauen eine ernüchternde Sicht: 

  • 19 % erwarteten, dass sich ihre Lebensqualität nicht verändern würde 
  • 20 % glaubten, sie würde sich verschlechtern 
  • Nur 62 % wagten es zu hoffen, dass sich in den kommenden fünf Jahren etwas verbessern könnte 

Seit August 2024 haben sich die Bedingungen in Gaza weiter verschärft, und diese fragile Hoffnung schwindet rasch. Dennoch zeigen Frauen weiterhin Resilienz und Führungsstärke – und werden dennoch oft aus Entscheidungsprozessen ausgeschlossen

Unsere Forderungen an die internationale Gemeinschaft: 

  1. Stopp und Verhinderung des Völkermords, im Einklang mit den rechtlichen Verpflichtungen aus der Völkermordkonvention von 1948 – einschließlich des sofortigen Stopps aller militärischen Unterstützung und Waffenlieferungen an Israel
  1. Schutz von Frauen und Mädchen in allen humanitären Interventionen sicherstellen, mit spezialisierten Leistungen für Geburtshilfe, psychosoziale Betreuung und Prävention geschlechtsspezifischer Gewalt. 
  1. Sofortiger humanitärer Zugang zu Nahrung, Wasser, medizinischer Versorgung und Unterkünften – mit Fokus auf die akuten Ernährungs- und Gesundheitsbedürfnisse palästinensischer Frauen und Kinder, viele davon vom Hungertod bedroht. 
  1. Unmittelbare Freilassung aller Zivilist*innen, die von allen Konfliktparteien gefangen gehalten oder willkürlich inhaftiert wurden – mit menschenwürdiger Behandlung, medizinischer Versorgung, Kontakt zu ihren Familien und Zugang durch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) bis zur Freilassung. 
  1. Rechenschaft mittels internationaler Gerichte und Mechanismen, damit Überlebende – insbesondere Frauen – Zugang zu Gerechtigkeit und Wiedergutmachung erhalten. 

Die Anerkennung durch die UN ist entscheidend – aber Worte allein werden den Völkermord nicht stoppen. Die Frauen in Gaza sind klar in ihrer Botschaft: Die Welt muss jetzt handeln!

Weitere Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit – was kannst du tun?


Ein Aufruf zum Handeln in Zeiten wachsender Ungleichheit 

Während weltweit immer mehr Menschen von Krisen, Gewalt und Perspektivlosigkeit betroffen sind, kürzt die Bundesregierung erneut Mittel für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe. Dabei braucht es gerade jetzt globale Solidarität, um langfristige Lösungen zu schaffen. 

Doch wir sind überzeugt: Engagement beginnt bei uns allen. Hier erfährst du, wie du aktiv werden kannst – für Gerechtigkeit, Menschlichkeit und eine gemeinsame Zukunft.

Warum Entwicklungszusammenarbeit zählt 

Entwicklungszusammenarbeit schafft langfristige Perspektiven in Krisenregionen. Sie fördert Bildung, Stabilität und Gleichberechtigung – und wirkt Gewalt, Flucht und Armut entgegen. 

Besonders Frauen und Mädchen profitieren von Programmen, die auf wirtschaftliche Stärkung, Schutz und politische Teilhabe ausgerichtet sind. 

In unserer partizipativen Konsultation „From Asking to Action“ haben über 6.500 Frauen aus 14 von Konflikten betroffenen Ländern (u. a. Afghanistan, Palästina und Ukraine) deutlich gemacht, was sie wirklich brauchen – und was oft fehlt: 

  • 96 % erleben Gewalt, 71 % davon in Partnerschaften. 
  • In Afghanistan erhalten nur 10 %, in Palästina 18 % der befragten Frauen humanitäre Unterstützung. 
  • In der Ukraine sehen sich 41 % mit einer Verschlechterung ihrer Lage konfrontiert. Und trotzdem: 81 % der befragten Frauen blicken hoffnungsvoll in die Zukunft. 

Ihre Stimmen sind klar: 

Wir müssen Teil der Lösung sein. Wir wissen besser als jeder andere, was wir brauchen.” 

— Teilnehmerin aus der Ukraine 

Meine Botschaft an die Staats- und Regierungschefs lautet, die Anstrengungen zur Unterstützung von Frauen, die von Kriegen betroffen sind, zu verstärken und die Verbreitung des Friedens in der ganzen Welt zu gewährleisten. 
— Teilnehmerin aus dem Irak 

Diese Ergebnisse zeigen: Entwicklungszusammenarbeit darf nicht abstrakt bleiben. Sie muss auf die Stimmen und Bedürfnisse der Menschen hören – besonders auf die der Frauen in den am stärksten betroffenen Regionen. Und genau deshalb braucht es verlässliche Finanzierung, langfristige Partnerschaften – und politische Entschlossenheit.  

Unsere Kritik an den Kürzungen

Der geplante Bundeshaushalt sieht massive Einsparungen vor – auf Kosten derjenigen, die am stärksten von globalen Krisen betroffen sind, die sie selbst am allerwenigsten verursacht haben. 

Deutschland verfehlt erstmals seit Jahren das 0,7 %-Ziel für ODA-Mittel – ein Bruch internationaler Verpflichtungen. Damit reiht sich Deutschland in eine Liste von Ländern ein, die systematisch ihre Selbstverpflichtungen ignorieren, was das internationale Vertrauen untergräbt und die politische Aussagekraft von Nachhaltigkeitszielen schwächt.  

Kürzungen gefährden den Zugang zu Bildung, Schutz und existenzieller Unterstützung – und konterkarieren die Wirkung bereits begonnener Projekte. Speziell gefährdet sind Programme zur Förderung von Frauenrechten: Zum Beispiel drohen Kürzungen um 7,5 Mio. € bei UNFPA und 4,5 Mio. € bei IPPF – Organisationen, die entscheidend für reproduktive Rechte und Gewaltprävention sind (Quelle: DSW). 

Diese Maßnahmen senden ein fatales Signal: In einer Welt, in der Unterstützung für Frauenrechte, Klimagerechtigkeit und globale Sicherheit dringend gebraucht wird, stellt Deutschland seine Werte und internationales Ansehen aufs Spiel. 


Was du tun kannst – dein Toolkit für Veränderung 

1. Informiere dich. 

Wissen ist der erste Schritt zum Handeln. Lies unseren Beitrag zur Lage der Entwicklungszusammenarbeit und lerne mehr über die Lebensrealität und Forderungen von Frauen in Krisenregionen in unserer From Asking to Action-Konsultation

2. Teile dein Wissen. 

Sprich über die Kürzungen und die Relevanz globaler Solidarität. Teile diesen Blogpost, poste auf Social Media oder leite unsere Artikel an Freund*innen und Kolleg*innen weiter. Aufmerksamkeit ist politisch. 

3. Vernetze dich mit uns. 

Folge uns auf Social Media und abonniere unseren Newsletter. So bleibst du informiert und kannst dich bei Aktionen direkt beteiligen. 

4. Unterschreibe die Petition von ONE und VENRO. 

Setze ein klares Zeichen gegen die Kürzungen: 

👉 Zur Petition 

5. Bleib im Gespräch. 

Engagiere dich im Alltag – ob im Familienkreis, am Arbeitsplatz oder im Ehrenamt. Bleibe offen, solidarisch und such das Gespräch. Eine gerechte Welt braucht Dialog, Brückenbauer*innen und mutige Stimmen, die nicht wegsehen. 

Dein Engagement zählt. 

Jede Stimme, jede Spende, jedes Gespräch kann etwas bewegen. Wo andere den Rotstift ansetzen, setzen wir ein Zeichen. 

Du willst noch mehr bewirken?
 
Dann unterstütze unsere Arbeit direkt mit einer Spende – jeder Beitrag zählt. Gemeinsam können wir fest an der Seite konfliktbetroffener Frauen stehen. #StandWithHer

Wir danken der Deutschen Postcode Lotterie für die Förderung unserer Programme für Frauen und Mädchen in Krisenregionen.

Virtuelles Panel: Stimme erheben gegen sexualisierte Gewalt in bewaffneten Konflikten

Zur Anerkennung mutiger Aktivist*innen, die ihre Stimme gegen sexualisierte Gewalt in Konflikten erheben und Überlebende unterstützen  

Dienstag, 17. Juni 2025, 18:30 CET  

Die Teilnahme ist kostenlos und erfolgt online über Zoom. 
Die Veranstaltungssprache ist Englisch, Untertitel stehen nicht zur Verfügung. 
Gebärdensprachdolmetschung kann leider nicht angeboten werden. 

Women for Women International (WfWI) veranstaltet eine virtuelle Podiumsdiskussion anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung sexueller Gewalt in Konflikten

Unter der Moderation der internationalen Vorstandsvorsitzenden von WfWI Nunu Ntshingila wird die Veranstaltung auf dieses weit verbreitete Kriegsverbrechen aufmerksam machen, das weltweit weiterhin Leben zerstört und Gemeinschaften terrorisiert. 

Zugleich werden wir mutige Menschen in Südsudan und der Ukraine würdigen, die sich trauen, aktiv zu werden – dieses Verbrechen zu verhindern, trotz Stigmatisierung ihre Stimme zu erheben und öffentlich zu sprechen, um Wandel herbeizuführen – selbst unter gefährlichsten Bedingungen. 

Nehmen Sie an einem Panel mit beeindruckenden Frauen teil und stellen Sie Ihre Fragen während unseres Live-Q&A mit unseren Panelist*innen:  

  • Grace Dorong, Gründer*in und Geschäftsführer*in von Root of Generations, Südsudan
  • Liubov Gordiienko, Berater*in für das Büro des Regierungsbeauftragten für Gender-politik der Ukraine  

Die vollständigen Biografien der Sprecher*innen finden Sie weiter unten. 

Die Veranstaltung findet online über Zoom statt. Den Link erhalten Sie nach der Anmeldung.  
Women for Women International stellt allen registrierten Personen eine Aufzeichnung zur Verfügung – auch, wenn Sie nicht live teilnehmen können. 

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! 

Weitere Infos:

Unsere Redner*innen:

Nunu Ntshingila – Vorstandsvorsitzende von Women for Women International 
Im Januar 2025 begrüßte Women for Women International Nunu Ntshingila als neue Vorsitzende des internationalen Vorstands von WfWI. Nunu war zuvor Regionaldirektorin bei Meta und verfügt über mehr als 35 Jahre Erfahrung in führenden Geschäftspositionen in der Afrika-Region. Sie war in verschiedenen Sektoren tätig, darunter Technologie, Markenberatung und Marketing, Bergbau, Infrastruktur und soziale Entwicklung. Mit ihrer Expertise in Unternehmensführung und Markenentwicklung unterstützt Nunu Unternehmen beim Wachstum, beim Aufbau globaler Marken und beim Engagement für gesellschaftliche Entwicklung. Im Jahr 2005 gründete sie Ntinta Investments, das Beteiligungen an verschiedenen afrikanischen Unternehmen hält.

Grace Dorong – Gründer*in und Geschäftsführer*in von Root of Generations, Südsudan 
Grace Dorong ist Gründer*in und Geschäftsführer*in der Organisation Root of Generations (ROG), einer gemeinnützigen Organisation, die sich für die Stärkung benachteiligter Frauen, Kinder und Jugendlicher im Südsudan einsetzt. Aufgrund von Konflikt und Klimawandel wurde Grace bereits in jungen Jahren vertrieben. Heute engagiert sie sich für die Rechte von Frauen, insbesondere durch lokal entwickelte Lösungsansätze, die Förderung weiblicher Führung und Katastrophenvorsorge. Ihre Organisation unterstützt Geflüchtete und Binnenvertriebene (IDPs), von denen viele konfliktbedingte sexualisierte Gewalt (CRSV) erlebt haben – durch Schulungen im Unternehmertum, sichere Rückzugsorte und finanzielle Soforthilfe. Mit über 15 Jahren Erfahrung in Projektplanung und -management nimmt Grace Dorong aktiv an Programmen und internationalen Diskussionsforen zu geschlechtsspezifischer Gewalt, Schutzmaßnahmen, Gleichstellung und sozialer Gerechtigkeit teil. Sie ist Mitglied der Africa Climate Working Group, Leitung der South Sudan Resilience Initiative und hat auf globalen Plattformen wie der COP29 und beim Women, Peace and Security Council gesprochen. 

Liubov Gordiienko – Berater*in für das Büro des Regierungsbeauftragten für Gender-Politik der Ukraine 
Liubov Gordiienko ist Jurist*in und Gender-Expert*in mit Schwerpunkt auf der Umsetzung der Agenda „Frauen, Frieden und Sicherheit“ sowie der Integration von Gender-Perspektiven in den Sicherheits- und Verteidigungssektor. Derzeit arbeitet Frau Gordiienko als Berater*in der Regierungsbeauftragten für Gender-Politik der Ukraine mit Fokus auf die Prävention und Bekämpfung von konfliktbedingter sexueller Gewalt. Darüber hinaus unterstützt sie die ukrainische zivilgesellschaftliche Organisation Regional Centre for Human Rights im Rahmen des britischen Programms „Supporting Adaptive Defense Reforms in Ukraine“. Dieses Programm fördert die Einhaltung des humanitären Völkerrechts, Rechenschaft bei Verstößen und stärkt menschliche Sicherheit, Geschlechtergerechtigkeit sowie die Teilhabe und Stärkung von Frauen und Minderheiten im Sicherheitssektor – insbesondere vor dem Hintergrund des anhaltenden bewaffneten Konflikts. 

Über Women for Women International 

Women for Women International investiert dort, wo die Ungleichheit am größten ist und hilft Frauen, die Krieg und Konflikt in ihrem Land überlebt haben, dabei, sich ein neues Leben aufzubauen. 

In Afghanistan, Bosnien und Herzegowina, der Demokratischen Republik Kongo, im Irak, im Kosovo, in Nigeria, in Ruanda und im Südsudan erlernen Frauen im Rahmen des einjährigen Schulungsprogramm von Women for Women International Fähigkeiten zum Wiederaufbau ihrer Familien und Gemeinschaften. Sie bilden enge Kontakte mit anderen Frauen, werden mit den nötigen Fähigkeiten ausgestattet, um ein Einkommen zu erzielen und zu sparen, und erhalten Wissen und Ressourcen über ihre Gesundheit und ihre Rechte.  

Seit 1993 hat die Organisation in die Kraft von mehr als 575,00 Frauen investiert, damit sie ihre Stimme erheben und einen Welleneffekt erzeugen können – für gleichberechtigtere, friedvollere und wohlhabendere Gemeinschaften. 

Women for Women International Deutschland hat ihren Sitz seit 2018 in Berlin. Women for Women International Deutschland ist eine gemeinnützige GmbH mit Sitz in Berlin, Deutschland, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg (HRB 240772 B). Geschäftsführerinnen: Caroline Jane Kent, Marie Clarke. Aufsichtsrat: Renate Baehr, Nathalie Busch, Nunu Ntshingila-Njeke, Anja Langenbucher,  Preeti Malkani, Vanessa Mitchell-Thomsen, Angela Nelissen und Imke Schröder. 

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